Exhibition in Progress – Part I

English version below

Wenn neue Ausstellungen anliegen, geht es im Studio Brändle immer hoch her.  Die Vorbereitungen ziehen sich dabei manchmal über mehrere Monate und bedürfen großes Organisationsgeschick. Wie sich der Prozess rund um die Planung und Durchführung einer Ausstellung genau gestaltet, erfahrt ihr im folgenden ersten Teil der “Exhibition in Progress” Blog-Serie.

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„Ob Gruppen- oder Einzelausstellungen, im In- oder Ausland, in einer Galerie oder Institution – für mich ist es wichtig, meine Werke der Öffentlichkeit in regelmäßigen Abständen zu präsentieren. Davon lebt meine Kunst”, erzählt Pola. Die Inhalte der Shows sind dabei so vielfältig wie die Locations: von Pop-Up Ausstellungen im eigenen Atelier, über Ausstellungen in Projekträumen mit kurzer Laufzeit bis hin zu Einzelausstellungen in kommunalen oder privaten Galerien, die sich über mehrere Monate erstrecken, war bisher alles dabei.

„In der Regel, bin ich komplett frei, was die Werkauswahl angeht, nur in seltenen Fällen gibt es Themenausstellungen, bei denen zumindest eine gewisse Richtung vorgegeben ist”, so Pola. Da beträgt die Vorlaufzeit dann auch gut und gerne mal zwei Jahre, wie bei ihrer anstehenden Ausstellung in der renommierten Kunststation Kleinsassen diesen Herbst, bei der sich alles rund um das Thema Auto drehen wird. „Seitdem die Galeristin und ich im Jahr 2016 erstmalig miteinander ins Gespräch kamen, schau ich bei der Materialsuche gezielt nach Autopostern”. Auch Freunde und Familie sind dazu angehalten, die Augen offen zu halten, Plakate zum Thema Automobil sind schließlich rar gesät, da wird jede Unterstützung benötigt.

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Bei der Werkauswahl wird darauf geachtet, einen stimmigen Mix aus noch nie gezeigten und älteren Arbeiten zusammenzustellen. „Es ist mir natürlich nicht möglich, für jede Ausstellung Duzende neue Werke zu kreieren, aber ich versuche stets, einen Teil an Werken zu präsentieren, die bisher noch keiner zu Gesicht bekommen hat”, sagt Pola. Das freut den Galeristen und wird der Show und den Besuchern gerecht – denn auch an Kunst sieht man sich schnell satt.

Die Selektion der Arbeiten findet meist gleich nach der ersten Begehung der Räumlichkeiten statt. Schon währenddessen haben die Künstlerin und ihr Team bereits ein visuelles Konzept im Kopf. Wie ist der Raum geschnitten, welche Hänge- und Stellfläche bietet der Ort, wo könnte was besonders gut zur Geltung kommen. Mit einem skizzenhaften Grundriss in der Tasche, in den Maße, Lichtquellen und Steckdosen eingezeichnet werden, geht es dann zurück ins Atelier – Brainstorming und Lager durchforsten.

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In Absprache mit dem Team und dem Galeristen werden schließlich die passenden Collagen/Decollagen ausgesucht – was jedoch wirklich am Ende in der Ausstellung hängt, wird erst  vor Ort kurz vor Ausstellungsbeginn entschieden. „Durch meine langjährige Erfahrung habe ich ein gutes Gespür dafür, welche Arbeit wo hängen muss und welche Werke zusammen ein tolles Gesamtbild ergeben. Dennoch gibt es immer Unwägbarkeiten, die erst bei der Hängung zum Tragen kommen – das ist ja das Spannende am Kuratieren.”

Fotos: coGalleries, Laura Fiorio (1-3) / Studio Pola Brändle (4-5)

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When a new exhibition is coming up, it’s always busy at Studio Brändle. The preparations can take several months and require profound organizational skills.  What  the process of exhibition planning and execution involves, will be stated below in part one of the “Exhibition in Progress” blog series.

“Whether it’s a group or solo exhibition,  local or international, in a gallery or institution – for me it’s of high importance to regularly present my work to the public. Only then my art becomes alive”, says Pola. Thereby, the exhibitions’ contents are as varied as the locations: From pop-up shows in her studio to short-term exhibitions in project spaces or solo shows in communal or private galleries.

“I’m usually completely free when it comes to the selection of works, only in some cases the shows are thematic and a certain direction is given,” explains Pola.  Then, the lead time can take up to two years such as with her upcoming exhibition at the renowned art station Kleinsassen this fall where it’s all about cars. “Since the gallery owner and I started talking about this project in 2016, I’m particularly in search of car posters”. Even friends and family have to keep their eyes open, posters showing cars are quite rare , hence any support is welcome.

When selecting the artworks, the aim is to compile a coherent mix of older collages/decollages and works that haven’t been shown before. “Of course it’s not possible for me to create dozens of new pieces for every exhibition, but I always try to present some works that no one has seen before,” says Pola. That pleases the gallery owner and meets the standard of the exhibition and the visitor – because people get quickly fed up with art.

The work selection usually takes place right after the inspection of the premises. Meanwhile, the artist and her team already have a visual concept in their mind. How does the room look like, where can you hang or install art, which piece goes where? With a sketchy floor plan in her hand, they return to the studio to browse through the storage and make a first selection.

The final selection will then be made on site shortly before the exhibition starts. “Due to many years of experience, I have a good sense of which work needs to go where creating a harmonious overall picture. Nevertheless, there are always unexpected things happening during the set  up – that’s the exciting thing about curating. “

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